#TakeMeBack

Instastories haben mehr Potenzial als gedacht



Instastories haben uns lange nicht wirklich begeistert. Entweder wirken sie mit dem willkürlich gesetzten Text und den frei platzierten Stickers unprofessionell. Oder sie sind - professionell gefilmt und vertont - ein Fremdkörper unter all den anderen Storys auf Instagram. Mit #TakeMeBack für SWISS bot sich die Gelegenheit, unsere Meinung zu revidieren.


Die Kampagne „Moments that last“ von SWISS hatte unvergessliche Ferienerinnerungen zum Thema. Unsere Fragestellung im Rahmen der Kampagne war klar: Wie kann die Idee der Kampagne auf Social Media transportiert und zu einer interaktiven Story aufgebaut werden? Da bei all unseren Massnahmen für SWISS immer die Mitarbeitenden im Fokus stehen, knüpften wir an diesem Ausgangspunkt an. 


Also fragten wir Mitarbeitende der SWISS, welche unvergesslichen Erinnerungen sie an Ferien von früher hatten. Welche Orte waren für sie einzigartig? Welche Begegnungen konnten sie nie mehr vergessen? Verfügen sie über Fotos, die für diese Erinnerungen stehen? Darüber hinaus motivierten wir die Mitarbeitenden dazu, selbst herauszufinden, wie die Orte heute aussehen und was aus den Menschen geworden ist. Lässt sich die Magie und der Zauber wunderbarer Momente wiederholen - zehn oder zwanzig Jahre später?


Die Idee für #TakeMeBack war geboren. Für die Umsetzung wollten wir keine langatmigen Videos produzieren. Unser Ziel war es, möglichst direkt und unverfälscht die Reise in die Vergangenheit, die damit verbundenen Erwartungen und die Emotionen vor Ort zu transportieren. Dafür schien uns das Story-Format perfekt. Es funktioniert ohne Schnitt, mit authentischen Aufnahmen und direkten Statements der Protagonisten. Also schickten wir die Mitarbeitenden an den Ort des Geschehens zurück. Sie wurden von einer Kamera-Crew begleitet, die alles dokumentierte. Dies mit der Erwartung, dass die Storys hochwertig und im für die SWISS typischen Look and Feel produziert werden sollten.


Doch wie so oft, wenn man etwas Neues ausprobiert, stellen sich viele Fragen erst in der Umsetzungsphase. Wie und mit welcher Kamera drehen wir hochformatige Bilder? Braucht es zusätzliches Licht für hochwertige Aufnahmen oder reicht das natürliche Licht für authentische Bilder? Wollen wir in einem 15-sekündigen Story Slide nun doch mit Schnitt arbeiten - oder nicht? Und wie integrieren wir den Text möglichst natürlich?


Viele dieser Fragen konnten wir erst bei der Sichtung des Materials wirklich beantworten. Gleichzeitig mussten wir eine neue Lösung für den Umgang mit dem CI/CD suchen, die irgendwo zwischen klassischen Video- und Social-Media-Formaten zu suchen war. Das alles hat natürlich zu zeitlichen Herausforderungen in der Produktion geführt. Wir haben aber in diesem Prozess das grosse Potenzial von Instastories entdeckt. Denn wir konnten die SWISS ohne dominantes CI/CD spürbarmachen und gleichzeitig mit der Bildsprache viel Authentizität vermitteln. Das Story-Format lässt definitiv mehr Freiraum, mit Bildern Geschichten zu erzählen.


Die Idee von #TakeMeBack hat funktioniert. Fünf Storys bildeten den Kern unseres Storytellings. Sie erregten Aufmerksamkeit und führten die Nutzerinnen und Nutzer auf Blogbeiträge, die mit der Story und interaktiven Elementen verknüpft waren. Die ganze Ideen wurden später als Blueprint für ein Influencer Marketing genutzt. 


Inzwischen sind wir vom Potenzial von Instastories überzeugt. Nicht nur konzeptionell, sondern vor allem auch was Bildsprache, Textintegration und Interaktion mit der Community anbelangt. Jetzt braucht es eigentlich nur noch die perfekte Kamera für hochformatige Bilder.